Tag des alkoholgeschädigten Kindes am 9. September 2026

FASD verhindern! Durch Alkoholverzicht in der Schwangerschaft

Ein Alkoholstopp in der Schwangerschaft reicht aus. Und wer plant, schwanger zu werden, sollte dann schon auf Alkohol verzichten. Denn Alkohol kann es auch erschweren, schwanger zu werden.

Alkoholfreie Weine und Biere sind im Trend. Aber dabei muss man auf das Kleingedruckte achten, denn als „alkoholfrei“ dürfen alle Getränke deklariert werden, die bis zu 0,5 Vol.-% Restalkohol enthalten. Sicher für das ungeborene Kind sind aber nur 0,0 Vol.-%! Daher unbedingt auf die genaue Angabe achten und sonst lieber verzichten. Warum schon kleinen Mengen Alkohol für das Kind im Mutterleib gefährlich sind, erklärt der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. (BVF) in seiner Pressemitteilung zum Tag des alkoholgeschädigten Kindes.

Den von FASD Betroffenen macht die Behinderung oft ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft unmöglich. Und die Diagnostik ist nicht einfach, da sich die Ausprägung von FASD sehr unterschiedlich darstellen kann. Es gibt angeborene Fehlbildungen, geistige Behinderungen, hirnorganische Beeinträchtigungen, Entwicklungsstörungen und extreme Verhaltensauffälligkeiten. So bleibt bei vielen FASD auch unentdeckt und die Betroffenen können sich ihre großen Probleme in der Bewältigung des Alltags mit Konzentrations- und Lernschwierigkeiten, Gedächtnisproblemen sowie Verhaltensauffälligkeiten aufgrund fehlender Impulskontrolle nicht erklären.

FASD ist Schätzungen zufolge die häufigste aller angeborenen Erkrankungen in Deutschland. Jährlich werden in Deutschland etwa 10.000 Kinder damit geboren. Lassen Sie Ihr Kind keines davon sein!

Hilfe beim Alkoholverzicht in der Schwangerschaft bieten verschiedene Institutionen. Informationen finden Sie zum Beispiel unter Drogen in der Schwangerschaft auf der Stiftungswebseite.

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) bietet zur Unterstützung beim Alkoholverzicht auch verschiedene Broschüren an wie zum Beispiel